Verlasse die Matrix

Gewerbe anmelden für dein Online-Business: So geht's in 30 Minuten

Von Celine Geipel · Stand 13. Oktober 2026
Kurz gesagt

Du meldest dein Gewerbe beim Gewerbeamt deiner Stadt oder Gemeinde an, meistens geht das online. Du brauchst deinen Ausweis, die Gebühr liegt je nach Ort meist zwischen 20 und 60 Euro. Danach füllst du in ELSTER innerhalb eines Monats den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung aus. Bleibst du beim Umsatz unter 25.000 Euro im Jahr, kannst du die Kleinunternehmerregelung wählen.

Brauche ich überhaupt ein Gewerbe?

Sobald du dauerhaft und mit der Absicht, Geld zu verdienen, etwas verkaufst, Werbung machst oder Provisionen bekommst, brauchst du in der Regel ein Gewerbe. Das gilt auch für Affiliate-Marketing und bezahlte Kooperationen auf Social Media.

Ausnahmen sind die sogenannten freien Berufe, zum Beispiel Autorinnen, Künstler oder Lehrende. Sie melden sich nur beim Finanzamt an. Bist du unsicher, ruf kurz beim Gewerbeamt an, die Auskunft ist kostenlos.

Schritt 1: Die Gewerbeanmeldung

Such auf der Website deiner Stadt oder Gemeinde nach „Gewerbeanmeldung“. In den meisten Orten kannst du das Formular online ausfüllen und mit dem Online-Ausweis oder einem hochgeladenen Ausweisfoto absenden.

Schritt 2: Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Das Gewerbeamt informiert das Finanzamt, trotzdem musst du selbst den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen. Das geht nur online über ELSTER, und zwar innerhalb eines Monats nach dem Start.

Hast du noch kein ELSTER-Konto, plan ein paar Tage ein: Der Aktivierungscode kommt per Post. Im Fragebogen schätzt du deinen Umsatz und Gewinn für das erste Jahr. Schätz ehrlich und lieber vorsichtig, das Finanzamt richtet danach eventuelle Vorauszahlungen aus.

Die Steuernummer kommt danach per Post, das dauert oft mehrere Wochen. Du darfst in der Zwischenzeit schon loslegen.

Die Kleinunternehmerregelung

Seit 2025 gilt: Lag dein Umsatz im Vorjahr bei höchstens 25.000 Euro und liegt er im laufenden Jahr bei höchstens 100.000 Euro, kannst du die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG wählen. Dann weist du auf deinen Rechnungen keine Umsatzsteuer aus und sparst dir die Umsatzsteuer-Voranmeldungen.

Der Haken: Du kannst dir dann auch keine Vorsteuer aus deinen eigenen Einkäufen zurückholen. Für die meisten, die klein und nebenberuflich starten, ist die Regelung trotzdem die einfachste Wahl.

Was danach kommt

Häufige Fragen

Was kostet eine Gewerbeanmeldung?

Je nach Stadt oder Gemeinde meist zwischen 20 und 60 Euro. Der Fragebogen beim Finanzamt ist kostenlos.

Kann ich ein Gewerbe neben meinem Job anmelden?

Ja, als Nebenerwerb. Was du dabei mit deinem Arbeitgeber klären solltest, steht im Artikel Business neben dem Job.

Was passiert, wenn ich am Anfang nichts verdiene?

Nichts Schlimmes. Du gibst die Zahlen in deiner Steuererklärung an. Merkst du, dass es nichts für dich ist, kannst du das Gewerbe jederzeit wieder abmelden.

Gilt das auch in Österreich und der Schweiz?

Nein, dieser Artikel gilt für Deutschland. In Österreich und der Schweiz sind Anmeldung, Grenzen und Steuern anders geregelt.

Allgemeine Information für Deutschland, Stand 13. Oktober 2026. Keine Rechts- oder Steuerberatung. Im Zweifel frag bei der zuständigen Stelle, deiner Steuerberatung oder Personalabteilung nach.
C

Celine Geipel zeigt auf Instagram und TikTok als digital.mit.celine, wie man sich mit KI als Werkzeug ehrlich und ab null etwas Eigenes aufbaut. Mehr über mich

Du willst dir etwas Eigenes aufbauen?

In meinem kostenlosen Erklärvideo zeige ich dir in rund 30 Minuten, wie mein System „Verlasse die Matrix“ aufgebaut ist, was du dafür tust und was nicht.

Kostenloses Erklärvideo ansehen

Werbung für mein eigenes Angebot. Kein Einkommensversprechen.